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Historische Entwicklung und der Chen Clan |
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Die Ursprünge des Taiji sind bis heute nicht geklärt. Nach einer Legende soll ein daoistischer Mönch Namens Chan San- Feng das Taiji im Traumzustand erlernt haben. Nach einer anderen Legende beobachtete er den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich und so kam er auf die Idee des Taiji. Diese Legenden sind umstritten und werden in der Chen Familie nicht geteilt. Nach der Chenfamilie ist überliefert daß ein General Namens Chen Wang Ting , der in der Mitte des 16.Jahrhunderts lebte, das Taiji entwickelte. Er gehörte der 9. Generation der Chen Familie in Chenjiagou an. Dies liegt in der Provinz Henan im Landkreis Wenxian in Zentral China. Chen Wang Ting kombinierte Bewegungen des Shaolin Kungfu mit den daoistischen Prinzipien der Energiearbeit und der Meditation, woraus dann das Taiji Quan entstand. Seitdem wurde das Chentaiji von Generation zu Generation ununterbrochen weitergegeben.Die modernen Vertreter der Chenfamilie sind heutzutage in der ganzen Welt unterwegs um ihre Kampfkunst weiterzugeben und zu verbreiten.
Der Chen Clan lebt heute noch vor allem in dem 2000 Einwohnerdorf Chenjiagou in der Henan Provinz in Wencounty, China. Seit dem 17. Jahrhundert, als sich ein General namens Chen Wang Ting dorthin zurückzog, wird dort die Kampfkunst des Taiji gepflegt und weiterentwickelt. Obwohl viele Meister von dort weggezogen sind und in der ganzen Welt unterrichten, wird die Taiji Tradition in Chenjiagou weiterhin intensiv von etwa der Hälfte der Einwohner geübt. Die Einwohner empfinden es als Selbstverständlichkeit Tai Chi Quan zu erlernen und als Familientradition zu praktizieren.
Über die Jahrhunderte entstanden auch innerhalb der Chen Familie verschiedene Stile welche immer ähnliche Bewegungsfolgen (Jia=Rahmen) haben, in der detailierten Ausführung und in der Art der Bewegung aber doch starke Unterschiede aufweisen. In alten Zeiten wurde nicht zwischen den Stilen unterschieden es gab einfach nur Tai Chi, später erst kamen die Bezeichnungen und Unterscheidungen. Die 3 Hauptrichtungen sind Laojia (Alter Rahmen), Xiaojia (Kleiner Rahmen), und Xinjia (Neuer Rahmen). Des weiteren gibt es noch Lao Da Jia (Alter großer Rahmen), Chen Shi Cha Quan (Lange Faust), und viele diverse moderne Wettkampformen, die aber nicht mehr viel mit dem traditionellen Stil zu tun haben. Ausserdem entwickelt jeder Meister seinen eigenen Stil und eigene Kurzformen, was für westliche Schüler sehr verwirrend werden kann. Will man bei mehreren Meistern trainieren ist ein tieferes Verständnis der Prinzipien von Vorteil um auch davon zu profitieren zu können.
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